CMD-Therapie

Wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass bereits Bissverschiebungen ab 1/10 mm schwerwiegende körperliche Folgeerkrankungen auslösen.

Prof. Kobayashi hat 1988 in einer wissenschaftlichen Studie bei völlig gesunden 20 jährigen Testpersonen künstlich verursachte Bissverschiebungen von 1/10 mm herbeigeführt. Bereits nach einer Woche wiesen alle Probanden schwerwiegende Funktionsdefizite wie Schlafstörungen und Beschwerden im gesamten Bewegungsapparat auf. Nach Entfernen der künstlichen Bissverschiebung wurden alle Patienten wieder gesund.

Bei Patienten, denen die eigenen stützenden Backenzähne fehlen, oder die schlecht sitzende Prothesen in diesem Bereich tragen, kommt es sehr häufig vor, dass ein starker Druck durch das Kiefergelenk auf das Innenohr, das Gleichgewichtsorgan und andere Gehirnteile entsteht. Dies kann zu direkter Schädigung oder einer Minderdurchblutung dieser Organe führen.

Durch eine Korrektur der Unterkieferposition werden die Kiefergelenke und die Muskulatur entlastet und eine Schmerzreduzierung erreicht. Wir arbeiten in unserer Praxis interdisziplinär mit vielen Berufsgruppen zusammen:

  • Orthopäden
  • Physiotherapeuten
  • Osteopathen
  • HNO-Ärzte
  • Neurologen
  • Kieferorthopäden/Kieferchirurgen

und ggf. weiteren Fachärzten.

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Kommen Sie in unsere Praxis in Köln Dellbrück. Zahnarzt Dr. Dieter Ritter berät Sie gerne.

Funktionsdiagnostik

In der Funktionsdiagnostik werden die Funktionen des gesamten Körpers mit allen Wechselwirkungen in allen medizinischen Bereichen berücksichtigt.

Wie in der asiatischen Medizin seit mehreren tausend Jahren bekannt, können Erkrankungen in einzelnen Bereichen Auswirkungen auf alle Gebiete des Körpers haben. Die nachstehend aufgeführten Beschwerden können einen Hinweis auf eine CMD-Erkrankung darstellen. Das Auftreten einzelner Symptome kann durchaus andere Ursachen haben. Treffen jedoch mehrere Punkte auf Sie zu, sollten Sie dringend auf eine craniomandibuläre Dysfunktion untersucht werden, um schwerwiegende Schäden zu vermeiden:

  • Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen / Nackensteifigkeit
  • Pressen oder Zähneknrischen
  • Zahnabrasion
  • Kiefergelenksschmerzen
  • Kiefergelenkknacken
  • Zähne passen nicht aufeinander
  • Doppelbiss
  • Ein Zahn stört
  • Unterkiefer rutscht beim Zubeißen zur Seite
  • Einseitiger Zahnkontakt
  • Beim Zubeißen haben nur Frontzähne Kontakt
  • Kauen ist nur auf einer Seite möglich
  • Zurückgehendes Zahnfleisch
  • Zahnschmerzen oder empflindliche Zahnhälse
  • Keilförmige Defekte
  • Taubheitsgefühl im Mund
  • Schwierigkeiten beim Kauen
  • Zahnlockerungen / Zahnwanderungen
  • Mund geht nicht richtig auf
  • Zungenbrennen
  • Gesichtsschmerzen
  • Druck auf dem Kopf
  • Unklare Kieferhöhlen Beschwerden
  • Verspannung morgens beim Aufstehen
  • Berührungsempflindlichkeiten von Haaren und Kopfhaut
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Ohrenschmerzen
  • Augenflimmern
  • Schmerzen hinter dem Auge
  • Doppelsehen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Wechselndes Sehvermögen
  • Schluckbeschwerden
  • Heiserkeit
  • Halsschmerzen
  • Häufiges Räuspern
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Sprachprobleme
  • Stimmbandprobleme
  • Kloß im Hals
  • Schulterschmerzen
  • Kribbeln in den Fingern
  • Taubheitsgefühle
  • Schmerzen in der BWS
  • Schmerzen in der LWS
  • Gelenkschmerzen im ganzen Körper
  • Generelle Haltungsprobleme
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressive Verstimmung

Vielfach wird davon ausgegangen, dass derartige Symptome/Beschwerden die eigentliche Krankheit darstellen, obwohl es häufig Folgeerkrankungen einer Kiefergelenkfehlstellung (craniomandibuläre Dysfunktion) sind.

Beim Verdacht einer CMD-Erkrankung wird der Patient zunächst mit Hilfe von CMD-Kurztests daraufhin untersucht, ob eine CMD-Erkrankung vorliegt. Jahrzehntelange Forschungen und Erfahrungen haben gezeigt, dass die sehr komplexe craniomandibuläre Dysfunktion und deren Auswirkung auf den gesamten Körper im Wesentlichen mit der Verspannung der Muskulatur verbunden ist.

In der Diagnostik ist darauf zu achten, dass die Probleme von einer Kieferfehlstellung verursacht werden können. In der Fachsprache wird dies als "absteigende Problematik" bezeichnet. Ebenso gut ist es natürlich auch möglich, dass die Erkrankung vom Bewegungsapparat herrühren kann, was als "aufsteigende Problematik" bezeichnet wird.

In unserer interdisziplinären Diagnostik wird exakt analysiert und dokumentiert, welche Zusammenhänge beim Patienten bestehen. Aufgrund der detaillierten Diagnose wird dann ein Therapieplan erstellt, der den Zahnarzt, Orthopäden, Osteopathen, Physiotherapeuten und ggf. andere Behandler in die Therapie einbezieht.

Durch eine orthopädische 3D-Vermessung der Wirbelsäule und eine elektronische Vermessung der Kiefergelenke wird festgestellt, ob ein Zusammenhang zwischen der Kiefergelenksproblematik und der Wirbelsäulenerkrankung besteht.

Zahnärztliche Funktionsanalyse

In der zahnärztlichen Funktionsanalyse unterscheidet man zwischen klinischer Funktionsanalyse und instrumenteller Funktionsanalyse.

In der klinischen Funktionsanalyse werden vom Behandler alle Befunde erhoben, die in Zusammenhang mit Muskeln, Nerven, Zähnen, Zahnfleisch, Schleimhaut, der Mundöffnung, Bewegungseinschränkungen etc. stehen.

Bei der instrumentellen Funktionsanalyse werden durch eine computergestützte, auf den 1/1000 Millimeter genaue Untersuchung die Bewegungen der Kiefergelenke analysiert. Dadurch lässt sich genau feststellen, welcher Fehler im Kiefergelenk vorliegt. Durch diese exakte Analyse kann eine individuelle Therapie eingeleitet werden. Eine Überprüfung der Therapie ist durch diese Methode ebenfalls möglich.

Bei der interdisziplinären Diagnostik wird durch eine orthopädische Wirbelsäulenvermessung und einer elektronischen Vermessung des Kiefergelenks festgestellt, ob ein Zusammenhang zwischen der Kieferproblematik und o. g. Erkrankungen besteht. Sollte dies der Fall sein, wird in den meisten Fällen durch einen speziellen, auf den 1/100 mm genau eingestellten BITE POSITIONER die korrekte Unterkieferlage eingestellt. Die Folgeerkrankungen können damit in den meisten Fällen beseitigt oder zumindest stark reduziert werden.

Mehr erfahren zu Funktionsdiagnostik in unserer Praxis?

Wir geben Ihnen gerne mehr Informationen zur zahnärztlichen Funktionsanalyse und Funktionsdiagnostik. Das CMD-Centrum Köln ist spezialisiert auf die Behandlung von Kieferfehlstellungen und hilft Ihnen hier gerne weiter.


Die CMD-Arztsuche ist ein Portal, dass Patienten bei der Suche nach Informationen zu craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) unterstützt. Diese ist für den Patienten oftmals schwer zu erkennen. Mit der www.cmd-arztsuche.de können Patienten rasch einen geeigneten Behandler in ihrer nähe finden.